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Donnerstag, 25.06.2026

Breakfast Club im Paul und Peter`s

Mit einer Catch-Box haben wir uns am Donnerstag, den 25. Juni 2026 zum frühen Austausch im Paul & Peter's an der Tannwaldstrasse getroffen. 

Adriana Marti-Gubler, Präsidentin des Region Olten Tourismus, hat Fragen in den Raum gestellt und euch als Mitglieder direkt zu Wort kommen lassen. Sie hat gefragt, wie Olten auf einer Skala von 1-10 da steht und Antworten zwischen sieben und neun erhalten. Während die einen dabei den Status Quo im Blick hatten und den Laden-Mix bemängelten, waren andere optimistisch unterwegs und haben sowohl die Gastronomie gelobt als auch das Potential positiv bewertet. Darin waren sich dann alle einig: Olten hat Potential! 

Nach dieser ersten Frage kam dann noch ein kurzer Blick zurück. Mit der Frage, was der liebste Olten-Moment der letzten zwölf Monate war, widmeten wir uns den Events mit Grund zur Freude. Unter den liebsten Olten-Momenten fanden sich Erlebnisse zwischen Food-Trail, Adventsdorf, sowie die Modemeile und das Wandelbar Festival. 

 

Der Citymanager und seine Aufgaben 

Im Anschluss warfen wir einen Blick auf den Citymanager, der selbst anwesend war und an gegebenen Stellen Inputs, Wahrnehmungen und Detailinfos teilte. Wie er zu diesen Lieblingsmomenten beitragen kann, war dann die Frage. Auch hier waren sich viele einig: Er sei vor allem ein Brückenbauer, ein Netzwerker, einer, der unterschiedliche Interessengruppen verbindet, und Ansprüche unter einen Hut bringt. 

Kurz durften wir dann noch die aus unserer Sicht dringendsten Aufgaben auf seiner To-do-Liste platzieren. Diese reichten von der Müllsituation in der Hauptgasse bis zu Lärmemissionen beim Hübeli-Schulhaus.

 

Die Parkplätze in der Schützi

Weiter ging es mit der Parkplatzsituation in der Schützi. Was sind hier Erfahrungen und Wünsche? Wenn es um die Streichung von Parkplätzen geht, sind sich alle einig: Das könne nicht ohne eine angemessene Alternative geschehen. Klar, gäbe es Parkhäuser, die hätten aber zahlreiche Haken. Viele seien nicht gut erreichbar und teilweise selbst Oltnern und Oltnerinnen unbekannt – was in diesem Rahmen auch das Parkleitsystem in Frage stellte. 

Einige Parkhäuser würden zudem um 19.00 Uhr schliessen, was sie für die Gastronomie unattraktiv mache. In anderen Parkhäusern hätte man bis vor kurzem nicht mit Karte zahlen können und für Mitarbeitende seien diese ausserdem oft zu teuer, stünden nicht im Verhältnis zum Einkommen.

Auch die Nutzung der Flächen in den bestehenden Parkhäusern war Thema: Viele Plätze seien besetzt, die die frei sind, seien mit "Privat" angeschrieben.

Der Wunsch sei deshalb, dass wenn die Streichung von Parkplätzen in der Schützi Realität werde, die Parkhausbetreibenden von der Stadt in die Pflicht genommen werden müssten: Von der Instandhaltung über die Preisgestaltung und bis zur guten Beleuchtung sowie anderen Öffnungszeiten wurden unterschiedliche Anliegen vorgebracht. 

Aktuell läuft zur Parkplatzsituation in der Schützi ausserdem noch unsere Umfrage, damit wir eure Sicht bei der E-Mitwirkung einbringen können: 

Zur Umfrage

 

Der Neue Bahnhof Olten 

Ziel des neuen Bahnhofplatzes seien der bessere Anschluss an die Stadt, das ÖV-Netz und die sich stetig verändernde Verkehrssituation, sowie das Optimieren des Aushängeschildes als wichtigster Verkehrsknotenpunkt und ein attraktiverer Aarezugang – mit diesen Worten eröffnet Moderatorin Adriana Marti-Gubler das anschliessende Thema. Und öffnet die Runde. 

Dem Projekt rund um den Neuen Bahnhofplatz Olten stehen die Mitglieder positiv gegenüber. Einige seien viel mit dem Velo unterwegs und freuen sich, dass mehr Abstellplätze und mit der neuen Brücke ein Übergang für den Langsamverkehr berücksichtig würden. Aus der Ecke der Banken sei der Umbau wichtig, da der Bahnhof für Kunden und Kundinnen auch ein Aushängeschild für den Standort sei und die Wahrnehmung der Stadt massgeblich präge. Für den Tourismus wurde auch der Aarezugang hervorgehoben. Eine Auswasserstelle für Gummiboote sei im Sommer sehr wertvoll – fehle nur noch eine gute Einwasserstelle weiter oben am Fluss. 

 

City-Träff – funktioniert`s? 

Vor drei Monaten wurde der City-Träff an der Stationsstrasse eröffnet. Der ist seitdem unter der Woche täglich zwischen 11.00 und 17.00 Uhr Anlaufstelle und Treffpunkt für die Szene, die sich bisher hauptsächlich im Stadtzentrum rund um den Kirchsockel traf. Ziel des City-Träffs sei es, dieses Ballungszentrum zu entlasten und Teffpunkt zu gestalten, der Aufenthaltsraum aber auch Austausch biete, damit eine freiwillige Verlagerung der Szene entstehe.

In unserer Catch-Box-Umfrage waren die Meinungen gespalten. Während eine Stimme den City-Träff als gescheitert verurteilte und das Gefühl hat, Olten würde die Situation nie in den Griff bekommen, empfanden andere den Zeitpunkt als zu früh für ein Urteil. 

Citymanager Benjamin Pipa habe sich vor diesem Morgen noch mit Stadtrat Raphael Schär-Sommer ausgetauscht, der von Seiten Coop-City eine leichte Verbesserung der Situation verlauten liess. Zeigen würde sich ein Zusammenhang, wenn im Sommer der City-Träff für vier bis sechs Wochen Sommerpause macht (der wird nämlich von Freiwilligen betreut) und die Szene einen Treffpunkt dann vorübergehend verliere. 

 

Sonst noch Wünsche?

Zum Schluss durften wir dann noch träumen und uns überlegen, welches Infrastruktur-Projekt wir in Olten gern noch umgesetzt sehen würden. Darunter: Eine Seilbahn auf den Born, eine Entlastung des Sälikreisels und ein rascher Aarezugang am Ländiweg.

Die Seilbahn-Idee wurde dann noch weitergesponnen. Denn thematisiert wurde auch die Verbindung der zwei Aareseiten, bzw. die immer noch nicht richtig funktionierende Verbindung, bei der die Seite des Säliparks, der FHNW und des BBZ Olten häufig vergessen werde. Benjamin Pipa liess die Gedanken kreisen und sprach sie laut aus: "Wir werden in der nahen Zukunft mit neuen Bauten und Quartieren, mit ca. plus 7.000 Anwohner:innen rechnen müssen. Das müssen wir auch verkehrspolitisch vorausdenken. Wenn ich utopisch, oder besser: visionär, denken dürfte, dann würde ich die Stadtseiten mit einer Seilbahn und CWA-Gondeln verbinden. Die würde vom Süd-West zum Coop über den Bahnhof und Richtung Sälipark verlaufen; und dann von mir aus auch auf den Born. Das wäre ein Projekt mit Ausstrahlungskraft."

 

Und mit dieser Idee schliessen wir den Rückblick, danken allen fürs Mitmachen und die wertvollen Meinungen!