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12.06.2026

Inside P. Sonderegger AG

Es ist ein Donnerstag im Juni. Um 7.00 Uhr treffen wir uns in Wangen bei Olten und wollen hier einen Blick in die Welt der Reinigungen und Hauswartungen werfen. Das Team der P. Sonderegger AG hat eingeladen und begrüsst uns bei strahlendem Sonnenschein vor dem Gebäude, das sowohl die Büros als auch das Lager, die Wäscherei und das Schulungszimmer beherbergt. In einer Präsentation und einer Führung geben uns Deny Sonderegger und Marc Flückiger einen umfangreichen Einblick in ihre Arbeit, ihren Alltag und das Zuhause der Firma.

 

Deny Sonderegger, Mitglied der Geschäftsleitung und Leiter Spezialreinigung und Hauswartung, begrüsst uns zum Inside in Wangen bei Olten.

Nach einem kurzen Frühstück starten wir mit einer Präsentation in den Morgen. Deny Sonderegger zeigt uns nicht nur den cinematischen Firmentrailer, sondern wirft mit uns auch einen Blick in die Geschichte und Gegenwart der Firma. Die zwei Hauptsäulen bilden die Reinigung und Hauswartung. Erstere teilt sich auf in das Unterhaltsgeschäft, bei dem das Team der P. Sonderegger AG regelmässig vorbeikommt und zum Beispiel morgens oder abends Büros und Gebäude reinigt, und in das Auftragsgeschäft. Bei diesem handelt es sich um einmalige, projektbasierte Kooperationen, wie zum Beispiel die Endreinigung einer Baustelle. 

Die Dienstleistungen rund um die Hauswartung gibt es im Abomodell. Viele Häuser finden heute nämlich keine eigenen Hauswärte mehr und können sie zudem selten in Vollzeit beschäftigen. Die P. Sonderegger AG beschäftigt deshalb ein Team, das sich jeweils konstant um die Hauswartung von Liegenschaften kümmert. Sie sind durch die Verteilung auf verschiedene Häuser voll ausgelastet und die Häuser werden konstant gewartet – eine Win-Win-Situation also. 

Nachdem wir uns einen Überblick über die zentralen Themen verschafft haben, widmet sich Deny Sonderegger in seinen Ausführungen noch den aktuellen Themen im Tagesgeschäft. Da ist zum einen die Robotik, die sich mit autonom arbeitenden Maschinen – wir denken zum Beispiel an die selbst fahrenden Reinigungsmaschinen am Flughafen – auch in ihrer Branche einen Platz sichert. Das spiele ihnen im Hinblick auf den Fachkräftemangel zwar durchaus in die Karten, sei aber auch noch nicht komplett ausgereift. Für grobe Arbeiten seien Roboter zwar gut einsetzbar, für Feinschliffe oder herausfordernde Grundrisse sind sie aktuell aber noch nicht einsetzbar. 

Eine weitere Herausforderung bleibe deshalb auch der Fachkräftemangel und auch die Vertikalisierung der Dienstleistungen stelle sie vor Herausforderungen. Immer mehr Geschäfte würden verkauft und aufgekauft, auch sie erhielten regelmässig Anfragen. Als Familienunternehmen mit einer DNA, die generationenübergreifend ist, stehe das aber nicht zur Debatte. Hier mitzuhalten sei deshalb die Aufgabe der Geschäftsführenden und aller Teammitglieder. 

Auf diese und weitere Themen sind wir auch in einer neuen Podcastfolge eingegangen. In dieser haben wir vor dem Inside mit Deny Sonderegger gesprochen und einen detaillierteren Blick auf die Geschichte und Zukunft der Firma geworfen. Wenn du also in Wangen bei Olten nicht dabei sein konntest oder noch mehr erfahren möchtest, empfehlen wir dir, in das aufgenommene Gespräch reinzuhören: 

Nach diesem theoretischen Rundumschlag ging es mit der Führung durch das Lager, die Wäscherei und den Schulungsraum weiter. Wir starten im Hochregallager, um dessen Bewirtschaftung sich der hauseigene Lagerist kümmert. Dieser wird liebevoll als "interner Handyman" bezeichnet. Er kümmert sich nicht nur um die saubere Versorgung der Reinigungsmittel und -geräte, die von den Teameinsätzen zurückkommen, er repariert auch. Mal einen Staubsauger, mal einen Handrasenmäher – je nachdem, was gerade anfällt.

Aus dem Lager geht es weiter zum Schulungsraum, der etwa zwei Mal im Monat zu Schulungszwecken im Einsatz ist und zudem wöchentlich von den Lernenden genutzt wird. Deshalb seien die Böden auch nicht mehr im Original-Zustand: "Der Raum ist dazu da, Fehler zu machen. Lieber hier als bei unseren Kundinnen und Kunden", erklärt Deny Sonderegger.

Zu ihren Dienstleistungen gehöre nämlich auch die Instandhaltung und Erneuerung von Böden. Wobei Letztere beim Parkett aufhöre. Den versiegeln, ölen, reinigen sie, aber das Schleifen übernehmen sie nicht. 

 

Verschiedene Bodenbeläge, eine nachgestelltes Bad und eine Küche: Hier kann das Team üben und Fehler machen.

Weiter geht es in der Abfüllerei und Wäscherei. Hier werden die Reinigungsmittel zentral abgefüllt. Das Team setze vor allem auf Schaumlösungen. Das werde direkt auf die Reinigungslappen gegeben und vermeide so den häufigen Kontakt mit den Lösungen. Zukünftig wolle die Firma vermehrt auf "Zuckersticks" setzen, die helfen, die Mittel besser, das heisst zum Beispiel auch ökologischer, zu dosieren und tatsächlich auch Lagerplatz zu sparen. Die Zuckersticks würden nämlich deutlich weniger Raum einehmen als bisherige Lösungen. 

 

In der Wäscherei: Vier Waschtürme laufen am Limit, der fünfte Waschturm kommt bald.

Als wir die Wäscherei betreten, wird gerade gearbeitet. Die Waschtürme seien aktuell am Limit. Sie ähnelten in Bezug auf die Grösse zwar handelsüblichen Maschinen (9kg Fassungsvermögen), hätten aber weniger Programme und seien ausserdem langlebiger, müssen sie doch deutlich mehr leisten als in einem Haushalt. Aktuell sei ein weiterer Waschturm geplant, Platz sei aber für insgesamt acht Türme.

Und auch hier ist Nachhaltigkeit ein Thema: Die Maschinen arbeiten mit vorgewärmtem Wasser, das muss also nicht direkt in der Maschine immer wieder neu erhitzt werden. Und auch die Wärmeabluft wird wieder in das Gebäude eingespeist und weiterverwendet. 

Im Anschluss blieb beim Ausklang in der Cafeteria noch Platz für den Austausch zu all diesen spannenden und umfangreichen Informationen. Und uns bleibt nur noch, danke zu sagen. Wir danken dem Team der P. Sonderegger AG herzlich für die Gastfreundschaft und diesen informativen Start in den Tag!